Feb 08 2011

Mit Sicherheit richtig versichert

Published by admin at 00:05 under Finanz

Wer “Versicherung” hört, rollt gerne mal mit den Augen, weil die Bezeichnung nach weit verbreiteter Annahme gemeinsam mit “Steuern” auf Platz eins der Hitliste der trockensten und langweiligsten Themen steht. Wer sich zu viel versichert, gilt als typisch deutsch und spießig. Ihm wird gerne nachgesagt, er werfe sein Geld zum Fenster heraus, um einem überhöhten Sicherheitsbedürfnis zu frönen und dass schließlich nie wirklich was passiere. Doch sind Versicherungen so schlecht wie ihr Ruf?

Alles abgesichert

Pflicht sind in Deutschland nur die Renten-, Sozial- und die Krankenversicherung. Jedenfalls dann, wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht. Dann ist man nämlich automatisch über den Arbeitgeber versichert, kaum jemandem reicht das aber aus. Haftpflichtversicherung und Berufunfähigkeitversicherung gehören neben diesen Standards sicherlich zu den sinnvollen Versicherungen. Doch darüber hinaus kann man alles Mögliche auch noch versichern. Um seine Habseligkeiten abzusichern, kann man eine Hausratsversicherung abschließen, die äußeren Werte der Wohnung können über eine Gebäudeversicherung oder eine Mietkautionsversicherung abgedeckt werden. Sich selbst und seine Gesundheit kann man mit zahlreichen Zusatzversicherungen vergolden und auch gegen die finanziellen Folgen eines Todesfalls gibt es Lebensversicherungen und Sterbeversicherungen zu buchen. Um seine Finanzen aufzubessern, kann man auch Versicherungen abschließen, die eher unter die Rubrik Geldanlage fallen und in Form von Renten- oder Bausparversicherungen aufgeführt werden. Doch wie wahrscheinlich ist der Fall der Fälle und wie hoch ist die Notwendigkeit für all diese Versicherungen?

Solidaritätsgemeinschaft Versicherung

Letztlich leben Versicherungen einfach davon, dass meistens nichts passiert. Denn nur so können von den Beiträgen der Versicherten Gelder angespart und angelegt werden, die wiederum zur Übernahme von Schadensfällen verwendet werden können. Natürlich erwirtschaften die Versicherungen damit auch etwas, zahlen Gehälter an ihre Mitarbeiter, Miete für ihre Büros und Filialen und streichen manchmal auch satte Gewinne ein. Kein Wunder also, dass auch in dieser Branche angestrebt wird, möglichst viel zu verkaufen. Hier hört die Solidarität auf und fängt das Gewinnstreben an. Aber die Versicherungen sind ja auch keine gemeinnützige Organisation. Beim Verkauf von Versicherungen wird viel auf Emotionen gesetzt und auf das natürliche Sicherheitsbedürfnis des Menschen. Denn natürlich will man nicht seine Hinterbliebenen unversorgt zurücklassen und ganz sicher will man auch selbst nicht vor dem finanziellen Ruin stehen, weil man aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann. Vor allem man selbst sollte genau prüfen, welche Versicherung man braucht, und die Konditionen der Versicherungen genau lesen, damit man sich nicht doppelt und dreifach versichert. Denn im Schadensfalle zahlt doch nur eine Versicherung und die anderen blieben damit völlig nutzlos.

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